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Castle Rock Mülheim - Altehrwürdige Kulisse empfängt die Schwarze Szene
von Christine Güßregen
Es war bis jetzt eines der schönsten und wärmsten Wochenenden in der Wettergeschichte 2010. Sonne satt, 26 Grad am Samstag und keine Wolke am Himmel. Beste Vorrausetzungen für Open Air Festivals. Eines davon fand in Mülheim statt. Das Castle Rock. Ein, wie es heißt, - Festival von Fans für Fans - getragen von der Stadt Mülheim in der ehrwürdigen Stätte Schloss Broich.
Schwarzmusik war angesagt. Neue deutsche Härte, Gothic Metal, Gothic Rock. Frauen in wallenden Kleidern, Männer in Anzügen oder barocker Aufmachung, aber auch der Uniformstil hatte Einzug gehalten in die Outfits der schwarzen Szene. Der Freitagabend endete mit den Klängen von Eisbrecher,
als die Sonne längst am Horizont verschwunden war und das Schloss in ein romantisches Licht tauchte. Sänger Alex` Version von „Satellite“ und „Tränen lügen nicht“, oder aber der Megahit seiner ehemaligen Band, Megaherz, die zuvor gespielt hatten, zeigte einmal mehr die Weltoffenheit der schwarzen Szene. Friedlich verließ das Publikum das Gelände, zurückblieb ein eindrucksvoller Abend und die Gewissheit am Samstag einen wundervollen Tag zu erleben.
Was auch in jeder Hinsicht bestätigt werden konnte. Während man unten im Publikumsbereich vergeblich nach Schatten suchte, empfingen die barocken Säle des Schlosses die Künstler und ihre Crews mit einer wundervollen Kühle. Bis auf wenigen Ausnahmen und kleinere Verspätungen waren alle Bands an diesem Tag pünktlich. Sei es die jungen Dark Metaller von Eden weint im Grab,

Foto: Christine Güßregen
die Aachener Rocker Krypteria mit ihrer charismatischen Sängerin Ji-In Cho, die sogar im Brautkleid auf die Bühne ging,
oder Seelenzorn, eine sympathische NDH - Band aus Darmstadt.
Das Publikum, noch zu Beginn des Tages rar besetzt, dankte es ihnen mit Beifall und Gesängen.
Den Abend läuteten dann die derzeit in aller Munde bekannten Mono Inc. ein, deren Songs mich persönlich vereinzelt an Billy Idol und andere Musiker erinnern. Die Hamburger bereiten das Mülheimer Publikum für die beiden letzten Bands des Tages und des Festivals vor. Diary of Dreams und Letzte Instanz. Wie spät es letztlich geworden ist, kann ich nicht sagen, ich habe mich der Sonne geschlagen gegeben und bin nach Mono Inc. gegangen. Fazit: Braun bin ich auf alle Fälle geworden und freue mich auf das nächste Castle Rock in 2011. Wer auf Schwarze Musik, Rock und Metal steht, für den sollte das Castle Rock ein Pflichttermin in NRW werden. Vom Ambiente bis hin zur Organisation, es passt alles. Hier ist der Fan noch Fan und das merkt man auch den Organisatoren an. Dank an die Stadt Mülheim, dank an alle Bands, dank an ein wundervolles Publikum, dank an tolle Crews und dank der wundervollen Kulisse Schloss Broich. Man hat es dieses Wochenende oft gehört, man kann es aber nicht oft genug sagen.
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